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Was ist die Nakba?

Nakba Logo WebNakba bedeutet auf Arabisch «Katastrophe». Nakba meint die Vertreibung eines grossen Teils der palästinensischen Bevölkerung aus Palästina infolge der Gründung des Staates Israel und der daraus resultierenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und den arabischen Staaten.

Wie konnte es zur Nakba kommen?

Im 19. Jahrhundert entstand in Europa der Zionismus. Diese Bewegung verfolgte das Ziel eines eigenen, jüdischen Staates in Palästina. Der Zionismus wurde in Europa durch Antisemitismus und Pogrome gestärkt. 1917 versprach Grossbritannien in der Balfour-Deklaration der zionistischen Bewegung eine Heimstätte in Palästina. Von 1922-1947 war Palästina britisches Mandatsgebiet.

Was passierte zwischen 1947 und 1949?

Ohne dass die in Palästina betroffene Bevölkerung darüber bestimmen konnte, empfahl die Vollversammlung der Vereinten Nationen am 29. November 1947 die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat.

Für die palästinensische Bevölkerungsmehrheit von 1,2 Millionen Personen wurden 44% des Landes vorgesehen, für die jüdische Minderheit (600’000) 56% des Landes. Im Gebiet für den jüdischen Staat lebten damals mehr als 300'000 Palästinenserinnen.

Unmittelbar nach der Annahme Teilungsresolution in der UNO Vollversammlung begannen bewaffnete Auseinandersetzungen, in deren Verlauf noch vor Mai 1948 bereits mehr als 300'000 Palästinenserinnen in die Flucht getrieben wurden.

Erst nach der Ausrufung des Staates Israel am 14. Mai 1948 griffen die arabischen Armeen ein. Bis im Frühjahr1949 wurden mind. 750’000 Palästinenserinnen aus ihrer Heimat vertrieben. Israel beherrschte nun 78% des Landes.

Wie ist die Situation heute?

Die Nakba dauert bis heute an. Im Juni-Krieg 1967 wurden erneut PalästinenserInnen vertrieben. Seither hält Israel die palästinensische Bevölkerung mit den Methoden eines Kolonialregimes unter Kontrolle.

Seit 50 Jahren ist Ostjerusalem annektiert. In der Westbank leben die PalästinenserInnen unter Besatzungsrecht. Der illegale Siedlungsbau geht unvermindert weiter.

Die seit 10 Jahren andauernde Blockade Gazas ist eine Kollektivstrafe der gesamten Bevölkerung, wie sie von den Genfer Konventionen verboten wird.

20% der israelischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sind palästinensischer Herkunft. Sie werden seit sieben Jahrzehnten systematisch diskriminiert.

Das in der UNO-Resolution 194 anerkannte Recht auf Rückkehr der Flüchtlinge wird von Israel negiert. Durch Waffengeschäfte, Freihandelsabkommen und das Unterlassen von Sanktionen unterstützen die westlichen Staaten die israelische Politik.

Welche Rolle spielt die Schweiz?

Die Schweiz anerkennt Israel nur in den Grenzen von 1967. Nichtdestotrotz pflegt sie eine wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit Israel. Die Unterstützung des Rückkehrrechts gemäss UNO-Resolution 194 hingegen ist für die offizielle Schweiz kein vorrangiges Thema

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